SEXUALPÄDAGOGISCHES ANGEBOT LOVETOUR DARF NICHT EINGESTELLT WERDEN!
Sex ist unter jungen Menschen ein großes Thema, das in der Schule jedoch meist nur ungenügend behandelt wird. Es gibt nach wie vor zahlreiche Tabuthemen, über die in der Schule nie geredet wird. Gerade für Mädchen ist es wichtig einen gesunden und natürlichen Umgang mit ihrem Körper und ihrer Sexualität zu erlernen. Dazu gehört sowohl ausreichend Information über Verhütungsmittel und deren Auswirkungen auf den eigenen Körper, sowie auch Themen wie Selbstbefriedigung und die eigene Lust. In der Schule haben diese Dinge im Biologieunterricht erfahrungsgemäß keinen Platz, dort wird rasch die Anatomie abgehandelt und fertig sind wir mit dem Thema Sex.
Unter jungen Menschen ist es ist also nahe liegend, sich die Informationen selbst zu beschaffen. Hauptinformationsquell ist dabei der Freundeskreis oder das Internet. Hier kursieren aber zahlreiche, oft kontraproduktive, Mythen zum Thema Sexualität. Sinnvoller ist daher ein Sexualkundeunterricht, der von schulfremden, extra ausgebildeten TrainerInnen gestaltet wird, so wie das mit dem Angebot "Love-Tour Bus" schon jahrelang vorbildlich passiert.
Dieses wichtige Angebot einzustellen, bedeutet in Kauf zu nehmen, dass z.B. Teenagerschwangerschaften in Oberösterreich wieder steigen werden. Denn in den letzten 10 Jahren, in denen der "Love-Tour-Bus" unterwegs war, sind die Zahlen der Teenagerschwangerschaften in OÖ um 37% zurück gegangen!
Nun den Love-Tour-Bus einzustellen wäre unverantwortlich und rückschrittlich! Der Sexualkundeunterreicht sollte im Gegenzug noch besser gestaltet und mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um Jugendlichen einen positiven und aufgeklärten Zugang zum Thema Sexualität ermöglichen zu können.
Fiona Kaiser
Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Oberösterreich






